Benutzungsstunden sind eine technische betriebswirtschaftliche Kennzahl im Energiemanagement. Sie ergeben sich aus dem Verhältnis von Jahresstromverbrauch (kWh) zu der Höchstleistung (kW) eines Verbrauchers über ein Jahr. Die Kennzahl zeigt, wie gleichmäßig ein Verbraucher das Netz über das Jahr belastet.
Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
Benutzungsstunden = Jahresverbrauch (kWh) ÷ Höchstlast (kW)
Beispiel: Ein Unternehmen verbraucht im Jahr 1.000.000 kWh und hat eine maximale Leistungsaufnahme von 500 kW. Die Benutzungsstunden betragen dann 2.000.
Benutzungsstunden geben nicht nur Auskunft darüber, wie konstant ein Verbraucher sein Netz beansprucht, sondern sind auch eine entscheidende Größe im Rahmen der 2.500h-Regel der Stromnetzentgeltverordnung. Hier werden Netzentgelte abhängig von der Anzahl der Benutzungsstunden unterschiedlich strukturiert.
In der üblichen Tariflogik werden bei höheren Benutzungsstunden die relativen Anteile von Leistungspreis und Arbeitspreis angepasst. Verbraucher mit gleichmäßigem Lastprofil können damit in eine günstigere Netzentgeltstruktur kommen als solche mit starken Lastspitzen.
Im Energiemanagement und bei Strategien zur Netzentgeltoptimierung sind Benutzungsstunden eine zentrale Kennzahl. Sie helfen dabei, Lastspitzen zu identifizieren und Maßnahmen wie Lastspitzenkappung (Peak Shaving) oder Batteriespeicherstrategien zu planen, um Netzentgelte zu optimieren.
Benutzungsstunden werden berechnet, indem der jährliche Stromverbrauch (kWh) durch die maximale Leistungsaufnahme (kW) geteilt wird. Sie zeigen an, wie gleichmäßig ein Verbraucher das Netz über das Jahr beansprucht.
Benutzungsstunden geben Aufschluss über das Lastprofil eines Verbrauchers und bestimmen in vielen Fällen, wie Netzentgelte berechnet werden – zum Beispiel im Rahmen der 2.500h-Regel.
Netzentgelte werden je nach Anzahl der Benutzungsstunden unterschiedlich strukturiert. Hohe Benutzungsstunden können zu günstigeren Arbeitspreisen führen, da die Netzlast gleichmäßiger verteilt ist.
Sie helfen Unternehmen dabei, Lastprofile zu optimieren und geeignete Speicherkonzepte oder Lastmanagementstrategien zu entwickeln, um Netzentgelte zu reduzieren.
Die 2.500h-Regel nutzt Benutzungsstunden als Referenzwert, um je nach Höhe der Benutzungsstunden unterschiedliche Netzentgeltmodelle anzuwenden.