Bei Berne in der Wesermarsch koppeln Voltfang und Alterric einen Batteriegroßspeicher direkt an einen bestehenden Windpark und lösen damit ein typisch norddeutsches Problem.
Aachen/Berne , August 2026 – Am Windpark Berne (Landkreis Wesermarsch) errichten Deutschlands führender Batteriespeicheranbieter Voltfang und der Windparkbetreiber Alterric einen der ersten Batteriegroßspeicher dieser Art in Norddeutschland. Der Speicher fängt überschüssigen Windstrom auf, speichert ihn und gibt ihn wieder ins Netz ab, wenn dort Kapazität frei ist oder der Strom stärker gebraucht wird.
Die Besonderheit dabei heißt „Co-Location“: Der Speicher nutzt den bereits vorhandenen Netzanschluss des Windparks mit. Ein neuer Anschluss muss nicht beantragt, kein neues Kabel verlegt werden. Das spart Zeit – sogar in der Regel mehrere Jahre im Vergleich zu einem neuem Netzanschluss – , Kosten und Genehmigungsaufwand.
Gerade in Norddeutschland, wo freie Netzkapazität knapp ist, ist das ein entscheidender Vorteil.
Für die Region bedeutet das: weniger Energieverschwendung durch abgeschaltete Windräder, eine stabilere Stromversorgung und mehr Wertschöpfung aus den vorhandenen Anlagen.
„Co-Location ist keine Zukunftsvision, sondern die logische Antwort auf die Anforderungen des heutigen Stromnetzes. Wer einen Windpark betreibt, braucht einen Speicher daneben.“, sagt Roman Alberti, Mitgründer und CEO von Voltfang.
„Co-Location ist für uns ein Modell, das wir weiter skalieren möchten. Wir haben über 250 Windparks im Bestand. Jeder davon ist ein potenzieller Energieknoten, der mehr leisten kann als heute. Damit diese Skalierung gelingt, brauchen wir aber auch noch mehr Unterstützung durch die regulatorischen Rahmenbedingungen. Nutzt man die vorhandene Infrastruktur intelligent, profitiert das Energiesystem insgesamt durch geringere Kosten, entlastete Netze und wettbewerbsfähigen Strom.“„, sagt Dr. Frank May von Alterric.
Bei dem Projekt sind die Aufgaben klar verteilt: Alterric stellt als Windparkbetreiber Fläche und Netzanschluss bereit, Voltfang übernimmt die komplette technische Umsetzung – von der Hardware über die Software bis zum laufenden Betrieb.
Das Vorhaben in Berne steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich in Deutschland zunehmend etabliert: die konsequente Integration von Erzeugung und Speicherung. Windkraft und Batteriespeicher werden von Anfang an zusammen geplant.