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September 2026

08.09. – Wo alte Industrie war, entsteht neue: Voltfang baut Großspeicher auf ehemaligem Philips-Gelände in Aachen

Voltfang baut auf dem ehemaligen Philips-Gelände im TRIWO Park Aachen einen Großbatteriespeicher mit 10 MW Leistung und 21 MWh Kapazität, der ab Ende 2026 gemeinsam mit Palladio Partners das Stromnetz stabilisiert.

Inhaltsverzeichnis

Wo alte Industrie war, entsteht neue: Voltfang baut Großspeicher auf ehemaligem Philips-Gelände in Aachen

Aachen, 8. September 2026 – Voltfang, führender Anbieter von Batteriespeicherlösungen für Industrie, Gewerbe und Großspeicheranwendungen, hat heute offiziell den Bau eines Großbatteriespeichers auf dem Gelände der ehemaligen Philips-Fabrik im TRIWO Park Aachen gestartet. Wo bis vor wenigen Jahren Philips Elektronik fertigte, entsteht ein Großspeicher mit einer Leistung von 10 MW und eine Kapazität von rund 21 MWh. Möglich macht das ein neuer Anschluss an das bestehende Umspannwerk auf dem Gelände. Die dafür nötige Leistung wurde durch den Rückgang der energieintensiven Fertigung frei. Die Inbetriebnahme ist für Ende Q4 2026 geplant.

Der Speicher kann sich flexibel laden und entladen, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Voltfang ist für das Projekt von der Planung über die Systemintegration bis hin zum langfristigen technischen Anlagenbetrieb verantwortlich. Das Projekt ist das erste gemeinsame Vorhaben mit dem Investor Palladio Partners. Mit diesem hat Voltfang bereits eine Partnerschaft über bis zu 250 Millionen Euro für Großspeicherprojekte in Deutschland geschlossen.

Großbatteriespeicher haben sich als dynamische Assetklasse im Infrastruktursektor etabliert. Sie schaffen die Flexibilität, die ein Stromsystem mit hohem Anteil erneuerbarer Energien benötigt, und bieten langfristig orientierten Investoren bei professioneller Bewirtschaftung ein attraktives Ertragsprofil. Aachen ist der erste von mehreren Standorten, die wir gemeinsam mit Voltfang entwickeln und zeigt, wie sich bestehende Netzinfrastruktur wirtschaftlich sinnvoll weiternutzen lässt„, sagt Oliver Sauer, Partner bei Palladio Partners.

„Alte Industrieflächen wie das ehemalige Philips-Werk verfügen häufig über Anschlussleistung, die durch den Rückgang energieintensiver Fertigung frei geworden ist. Hier trifft alte Industrie auf neue: Wo früher Elektronik produziert wurde, sichert künftig ein Batteriespeicher die Stabilität des Stromnetzes“, sagt David Oudsandji, CEO und Mitgründer von Voltfang.

Der Speicher besteht aus vier Batteriecontainern der neuen Großspeichergeneration „Voltfang 3+“ sowie zwei Mittelspannungs-Skids von WSTECH mit Anbindung auf 10-kV-Ebene. Die Anlage ist zudem auf eine spätere Umschaltbarkeit auf 20 kV ausgelegt, falls das Spannungsniveau im Umspannwerk perspektivisch angehoben wird. Eingesetzt wird die Anlage vorrangig für Primärregelleistung (FCR), Sekundärregelleistung (aFRR) sowie den Stromhandel und trägt damit aktiv zur Stabilität des Stromnetzes bei.

Voltfang ist ein hervorragendes Beispiel für unsere angestrebte Vorreiterrolle beim Speicherausbau. Erst Anfang des Jahres ist in Alsdorf der erste Großspeicher von Voltfang in Betrieb gegangen, wenige Monate später folgt nun das nächste Projekt in unserer Stadt. Dass ein Unternehmen aus Aachen zeigt, wie sich bestehende Industrieinfrastruktur für die Energiewende weiternutzen lässt, statt neue Flächen zu erschließen, macht mich stolz auf unseren Wirtschaftsstandort“, sagt der Aachener Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.

Weitere Projekte dieser Art befinden sich aktuell in der erweiterten Planung und Umsetzung: Mit Alsdorf West und dem C-Werk sind bereits zwei weitere Standorte in der Nähe von Aachen in der Voltfang-Pipeline. Weitere Projekte befinden sich deutschlandweit in der Umsetzung.

 

FAQ

1. Was genau entsteht dort, und wann geht der Speicher ans Netz?
Ein Großbatteriespeicher mit 10 MW Leistung und rund 21 MWh Kapazität auf dem Gelände der ehemaligen Philips-Fabrik im TRIWO Park Aachen. Er besteht aus vier Batteriecontainern der Generation „Voltfang 3+“ und zwei Mittelspannungs-Skids von WSTECH, angebunden auf 10-kV-Ebene und auf eine spätere Umschaltung auf 20 kV ausgelegt. Inbetriebnahme ist für Ende Q4 2026 geplant. Voltfang verantwortet Planung, Systemintegration und den langfristigen technischen Anlagenbetrieb.
2. Warum ein altes Industriegelände statt einer neuen Fläche?
Weil die Netzkapazität hier schon vorhanden ist. Auf dem Gelände steht ein Umspannwerk, die nötige Anschlussleistung wurde durch den Rückgang der energieintensiven Fertigung frei. Für eigenständige Großspeicher ab 1 MW liegt die Wartezeit auf einen neuen Netzanschluss sonst in der Regel bei mindestens fünf Jahren. Das ist der eigentliche Nachrichtenkern – und der Grund, warum das Modell auf andere Großbatteriespeicher zu übertragen ist.

3. Wofür wird der Speicher eingesetzt?
Vorrangig für Primärregelleistung (FCR), Sekundärregelleistung (aFRR) und den Stromhandel. Er lädt und entlädt flexibel und gleicht damit Schwankungen im Stromnetz aus. Rund 21 MWh bei 10 MW entsprechen gut zwei Stunden Volllast – das typische Profil für Regelleistung und kurzfristige Vermarktung.

4. Welche Rolle spielt Palladio Partners?
Palladio Partners ist der Investor. Aachen ist das erste gemeinsame Projekt der bestehenden Partnerschaft über bis zu 250 Millionen Euro für Großspeicherprojekte in Deutschland, weitere Standorte sollen folgen. Voltfang bleibt technisch verantwortlich – von der Planung bis zum Betrieb.
5. Ist das ein Einzelprojekt oder der Anfang einer Serie?
Der Anfang einer Serie. Anfang 2026 ging in Alsdorf der erste Voltfang-Großspeicher in Betrieb (20 MWh / 9,5 MW). Mit Alsdorf West und dem C-Werk stehen zwei weitere Standorte in Aachener Nähe in der Pipeline, dazu Projekte deutschlandweit.